Shut down

Ich ziehe schon seit längerem in Erwägung, meinen Blog hier zu schließen. Ich könnte jetzt ausführliche Gründe anführen, aber so bedeutend ist das hier ja nicht. Allem in allen habe ich vor allem negatives oder stressiges aufgearbeitet.

So langsam habe ich aber das Gefühl, zu wissen wie der Hase läuft. Das Mama-, Familien-, Beziehungsding spielt sich so langsam ein. Und da möchte ich ein bisschen Distanz von diesen Problemen und mich mehr auf das positive im Leben konzentrieren. Natürlich wird es auch in Zukunft schwierig Situationen geben, aber mit der Summe an 35 Jahren Lebenserfahrung kann ich die sicher bewältigen.

Vielleicht starte ich ja irgendwann etwas neues und vielleicht läuft man sich über wieder über den Weg. Vielen Dank an alle die alles mitverfolgt haben und auch an die, die zufällig Mal reinstolpern.

LG Christine

Advertisements

Tagebuch-Bloggen Dezember

Es ist der 5. des Monats. Frau Brüllen fragt, was wir so treiben.

04:09. Ich bin noch wach. Warum bin ich immernoch wach? Das ist nur eine rhetorische Frage. Ich bin gestresst von den letzten Tagen. Habe ich mir selbst eingebrockt. Überlege, wie ich da wieder Ruhe rein bekomme….versuche zu entspannen….höre den Kleinen friedlich schlafen…ärgere mich darüber nicht auch schlafen zu können…..rechne mir den Gesamtschlaf schön. Von vier bis neun wären annehmbare 5 Stunden.

05:30 Der Kleine ist wach. Hustet und schnupft vor sich hin. Ist ..aber wie meistens gut gelaunt. Wenigstens nicht mehr alleine wach sein.

06:30 Wir dösen ein.

07:00 Ich übergebe den kleinen wortlos an den Papa. „Informiert“ über meine Schlaflosigkeit ist er schon per Hangouts. (Naja, eher ein Wut-Verzweiflungstirade als nüchterne Benachrichtigung.)

11:00 Danke! Danke!Danke! Der Freund nimmt einen Tag frei und lässt mich bis 11:00 schlafen. Tochter scheint auch wieder gesund zu sein und dass wo sie gestern 40 Fieber hatte.

12:00 Mein Bruder trudelt ein. Überall liegen ja noch Ikearegal-Teile. Um mich nicht so zu stressen, nehmen ich mir ein kleines selbst vor. Die Kinder helfen. Ich gebe nur ein bisschen Anweisungen an meinen Bruder und beschwere mich nur ein bisschen, wenn man diesen nicht richtig nachkommt.

13:00 Es wird eine Mittagspause eingelegt. Ich betreue den hustenden Kleinen während er schläft. (Stillen). Papa, Onkel und Tochter essen Suppe. Dann schläft sie Tochter ihren ersten Mittagsschlaf in ihrem jetzt fertig aufgebauten eigenem Bett. Ich schätze wir bekommen sie da nicht mehr raus. Sie ist sehr stolz drauf.

14:15 Hunger treibt mich weg vom Baby. Erbseneintopf aus der Dose. Schließlich haben wir hier gerade Baustellenbetrieb.

14:30 Der Kleine ist wach. Aufgrund des Vorsatzes mich nicht zu stressen und die anderen auch nicht schaue ich etwas Netflix. Dann bastel ich an meinem Trofast weiter.

15:20 Tochter wird geweckt und es kann weiter gebaut werden bzw. die Kinder beschäftigt, getröstet, gewickelt etc.. Irgendwann kommt der Freund und fragt, ob das, was was sie da eben zusammen gebaut haben, denn der Kleiderschrank wäre. Ähhh ja?

16:00 Ich verlasse mit Kindern und Hund die Wohnung damit die lauten Bohrarbeiten keinen erschrecken. Erinnere per Hangouts an das andere Regal und sage, wo es angebracht werden soll. Dann holen wir uns was vom Bäcker und gehen kurz etwas zu Essen für Abends besorgen.

17:00 Ich komme zurück. Das zweite Regal ist natürlich nicht angebracht. Warum-auch-immer. Freund will wissen ob hochkant. Ich falle vom Glauben ab. Jeder der dieses Regal nur zwei Minuten betrachtet hat, weiß, dass dann alles rausfallen würde.

17:15 Ich gehe wieder mit den Kindern raus.

17:30 Wir gehen wieder zurück. Zu kalt.

18:00 TV für die Große. Essenkochen und den Kleinen für mich. Bruder und Freund bauen weiter. Die Wände sind hier etwas bröselig, aber es wird dann doch.

19:00 Abendessen. Reis mit Curry.

19:30 Aufräumen soweit möglich. Eingeräumt wird morgen. Bestandsaufnahme: Alles aufgebaut. Juhu!

20:00 Eins-zu-eins-Betreuung der Kinder. Den Kleinen bettfertig machen.

20:30 Mich vom Bruder verabschieden & den Kleinen ins Bett bringen.

21:00 Den weinenden, weil rotznasigen Jungen nochmal mit Nasenspray und abschwellenden Tropfen versorgen.

22:00 Beitrag tippen.

Fazit: Versöhnliches Ende nach den stressigen zwei Tagen zuvor. Am Ende funktioniert es dann doch alles irgendwie.

Weiter im Text…

…der vorige Beitrag ist mir im Nachhinein etwas peinlich. Fast wollte ich ihn schon löschen. Aber das wäre wohl Selbstbetrug oder Schönfärberei. Zumindest kann ich etwas Relativieren: Selbstverantwortlichkeit ist nicht gerade meine Stärke. Natürlich ist es meine Verantwortung das Studium voranzubringen. Mir zu Gute halten kann ich, dass ich bei im Familienleben hier tatsächlich 90% aller Initiative (aber nicht der Ausführung!) übernehme. Das ist dann natürlich eine Menge Verantwortung. So.

Was ist seitdem passiert? Traurigerweise der Opa meines Freundes gestorben zu dem er wirklich ein inniges Verhältnis hatte. Viel Zeit für Trauer bleibt ihm leider nicht, denn Arbeit und das Familienleben geht ja weiter. Auch wenn wir versuchen, dass nicht unter den Tisch fallen zu lassen.

Die Kinder wurden auch krank. Dann kam ich gestern auf die glorreiche Idee zu Ikea zu fahren. Eigentlich steht es schon lange an, denn das Kinderzimmer hat eigentlich keine richtigen Möbel. Nur so zusammengestückelt aus übrigen Möbeln. Keine richtige Ordnung möglich.

Jetzt haben wir ein Bett, einen Schrank und zwei Regale mehr. Natürlich noch nicht aufgebaut. Ich nenne das die Post-Ikea-Depression: Feststellen wieviel mehr Geld man ausgegeben hat als geplant und dann die Sachen noch aufbauen müssen. (Das Geld tut jetzt nicht wirklich weh. Ist sozusagen von den Eltern von Freund gesponsert.)

Die Tochter hat der Stress krankheitsmäßig leider wieder ziemlich zurück geworfen. (Da ist es wieder mit der Verantwortung: Ikea war ja meine Initiative, also muss sie da jetzt meinetwegen durch.)

Dennoch haben wir das ein oder andere richtig gemacht:

– uns ein Möbeltaxi mit Anlieferung in die Wohnung geleistet

– meinen Bruder zum Helfen mitgenommen

– uns aufgeteilt zwischen Kinderbetreuung (Freund) und Auswahl (ich)

Zwischenfazit:

– So bald nicht mehr würde ich gerne sagen, aber leider habe ich das Lattenrost vergessen.

– Wenn erstmal alles steht müssen wir nie wieder so viel auf einmal kaufen, denn alle Zimmer sind eingerichtet.

– lll

Lo Pik

Wie man lesen kann, ist ein Kind aufgewacht. Das andere schlummert noch. Ich liege gerne mit beiden in einem Bett. Das ist selten. Bis auf dem Geruch der Milchkotze in den Haaren der Tochter* ist es ziemlich schön.**

*Aber wer zwingt ein krankes Kind zum Haare waschen?

**Schöner natürlich, wenn alle gesund wären.

Weil ich keine Lust mehr auf Anweisungen geben habe.

Es ist 22:00 Uhr. Der Junge ist nicht müde. Er hat um 18:30 ein Schläfchen gemacht. Er wird noch sehr lange wach sein. Bis ein Uhr nachts. Das weiß ich jetzt noch nicht. Im Wohnzimmer wartet Arbeit auf mich. Ein Abgabetermin. Klar hätte ich mein Studium mal in den 20ern beendet, dann wäre da keine Arbeit. Oder ein strukturierterer Mensch wäre sicher zwei Tage vor Termin fertig und bräuchte keine Abendschicht. Tja. Ist aber nicht so. Da ist der Freund, der leider jetzt müde ist und den Jungen nicht betreuen möchte/kann. Drei Jahre und zwei Kinder später bekomme ich auf die Frage, warum er ihn denn einfach nur rumschleppt und nicht spielt ein „Ich bin müde & Warum ich?“.

Wo soll ich da nur anfangen?

Weil da ein Abgabetermin ist, weil ich den Jungen sonst immer abends und nachts betreue. Weil ich Tage vorher schon gesagt habe, dass das eng wird, er mich aber ermuntert hat weiter zu machen.

Und dann? Statt am Schreibtisch zu sitzen diskutiere ich schon wieder Zuständigkeiten.

Fastforward.

09:00 morgens. Ich denke ja, er muss nun dringend zur Arbeit. Um 10:00 tüddelt er aber weiterhin hier rum. Es scheint ja nichts anzuliegen auf Arbeit. Auf Nachfrage, ist dem auch so. Er könnte zu Hause bleiben. Mir fällt ein bisschen die Kinnlade runter. Ich frage mich, wie ich das zeitlich alles bewerkstellligen soll, verbalisiere das auch, aber von ihm nie ein Angebot, auch mal einen Tag frei zu nehmen. Es fallen Sätze wie: „Es ist dein Studium.“, „Da hättest du mich konkret nach fragen müssen.“, „Hast du dir nicht richtig eingeteilt.“ oder auch gerne „Ich denke halt nicht so weit.“  Gleichzeitig kann ich vor Wut und Enttäuschung das Angebot gar nicht annehmen.

Es ist ja nicht so, dass ich ständig irgendwelche Abgaben habe.

Es ist aber so, dass alles nur auf Anweisung von mir geschieht. Er ist bereit alles zu tun. Er glaubt, diese Bereitschaft muss reichen. Aber Bereitschaft ist nicht gleichzusetzen mit Einbringen, gemeinsam Verantwortung tragen.

Ich plane unser Leben. Aber ist es dann „unseres“ eigentlich?

 

Beitrag mit Bildern am Ende

Ich hoffe einfach, dass…

– …der Junge diese Nacht durchschläft oder zumindest nur zum Stillen wach wird. Irgendwie hat er zur Zeit die Angewohnheit 2-3 Stunden wach zu sein. Nicht schlecht drauf, nicht weinend, aber einfach nur wach. Dank Gleitzeit vom Freund kann ich aber morgens maximal lange schlafen (also bis der Kleine wach wird ab 08:00-08:30).

-…dass ich die zwei verpflichtenden Lernaufgaben mit Abgabetermin Donnerstag noch irgendwie zusammenklöppel. Eine Prüfungsvorleistung, ohne die ich keine Prüfung machen kann dieses Semester. Ich habe noch drei Nachmittage. Xx

-…dass die Tochter nur dieses eine Mal still geweint hat und es nicht daran liegt, dass ich ihr öfters Mal gesagt habe, sie solle nicht weinen. Das bricht mir das Herz sie still weinen zu sehen. Dann lieber ein tobendes, schreiendes Kind! Und mein schlechtes Gewissen quält mich nun auch sehr in letzter Zeit zu streng gewesen zu sein.

Letzter Punkt hat mich wieder etwas ins Grübeln gebracht bzgl. Kita. Eigentlich läuft es ganz gut mit beiden Kindern zu Hause. Ab 15:00 kommt auch der Freund dazu und wir haben einen Kinderbetreuungs-Freizeit-Haushalt-Wochenplan. Dazu gehören zwei Mal ein offenes Spielangebot und einmal Kinderturnen. Man könnte noch einen festen Kurs mit dazunehmen, um immer die gleichen Kinder zu treffen bzw. gleichaltrige.

Also organisatorisch läuft es gut, aber es gibt auch Nachteile. Z. B. wenn ich den ganzen Tag die Erziehungsverantwortung habe, dann wirken sich alle Konflikte auch auf unsere Mama-Tochter-Beziehung aus. Nicht, dass es nicht auch Konflikte zwischen Papa und ihr gäbe…er ist allerdings doch geduldiger, weil es ja erst der 3. ist und nicht der 6. des Tages.

Ein weiterer Punkt ist das Ausspielen. Der Freund und ich tun unser Möglichstes und wir spielen beide gerne. Am Ende sind wir allerdings auch einfach Erwachsene und können nicht mit dem Spielbedarf & der Fantasie einer Dreijährigen mithalten. Dazu kommt noch die normalen Beschäftigungen, die wir anregen wie Backen, Singen, Basteln, Malen, Bewegung. Die Dinge eben, die normalerweise der Kindergarten an Wochentagen abdeckt.

In der Summe, finde ich sollte sie einfach bald in den Kindergarten. Sie möchte auch. Wir starten also wieder eine Kita-Platz-Offensive.

(Ja, das sieht bei uns immer so aus! Wie die Kinder die Matratze umgedreht haben, bleibt ein Geheimnis.)

(Außergewöhnlich hübsche Kinder auch von vorne, kann ich dazu nur sagen.)

(Er küsst schon früh. Die Tochter küsst selten. Der Freund und ich oft.)

Tagebuch November 2017

Irgendwie habe ich heute Mal nicht zuletzt mitbekommen, dass es der 5. des Monats ist, an dem Frau Brüllen fragt, was wir so treiben.

Es ist Sonntag. Der Kleine stillte ab Viertel nach 8 an meiner Brust, aber bekommt mich erst um Viertel vor neun dazu die Augen länger aufzuschlagen. Die Nacht war okay.

Ich gehe mit dem Kleinen in die Küche und treffe da den Freund mit Tochter. Beide mit bester Laune und schon dabei mir einen Kaffee zu machen. So lob‘ ich mir das. Übrigens einen Service, den ich jeden Tag bekomme. Ich schnappe mir einen Muffin, denn so richtig Frühstück gibt es bei uns nicht. Das gab es Mal eine Weile aber die meisten sind hier Frühstücksverweigerer. (Es wird aber um 10:00 etwas gesnacked.) Die Tür des Kinderzimmers ist zu, denn die Puppe schläft. (Die neue mit den Schlafaugen.)

Wir tüddeln dann doch im Kinderzimmer rum. Den Freund schicke ich mit dem Hund ein groooße Runde im Park. Das gehört zu dem Vorsatz den Hund wieder etwas mehr auszulasten. (Und Spaß macht es auch.) Die Kinder und ich spielen mit den Decken und bauen uns ein Zelt ⛺ in das wir uns wegen Regen oder Schnee zurückziehen müssen.

Eigentlich hätte der Freund heute seinen freien Vormittag, aber ich mache den Vorschlag gemeinsam Schwimmen zu gehen. Das erste Mal für den Freund mit Kindern und das erste Mal für den Kleinen überhaupt. Da die Kleine beim letzten Mal doch sehr geschlottert hat entscheiden wir uns für die alte Halle, einem alten Jugendstil-Schwimmbad mit angenehmen 32°C Wassertemperatur. Der Tochter gefällt es natürlich und sie testet zum ersten Mal Schwimmflügel. Es funktioniert und sie kommt auch im Wasser allein vorwärts. Der Kleine ist nicht ganz begeistert, aber neugierig. Neugierig ist auch der Bademeister, der wissen wollte, warum unser Kleiner eine Zahnbürste mit uns Wasser nimmt. Was soll ich sagen? Seine Zahnbürste ist sein Lieblingsobjekt. So wie andere ihren Schnuller in neuen Umgebungen brauchen so umklammert er seine Zahnbürste und nagt drauf rum.

Auf dem Rückweg holen wir Döner. Ein Kind schläft schon im Fahrradanhänger ein, das andere kämpft noch eine Weile dagegen an.

Nach dem Mittagsschlaf (der Junge kommt auf 2,5 Stunden). Ich leider nicht, weil ich hungrig neben ihm ausharren musste, damit auch die Große ausnahmsweise einen macht, erwarten wir die Ankunft eines Elektrofahrrad-Verkäufers samt Second-hand-Elektrolastenfahrrad. Der Freund macht eine Testfahrt und die Tochter macht mit mir eine Testfahrt. Eine nicht unerhebliche Summe Geld wechselt den Besitzer. Dann nimmt das Drama seinen Lauf. Wir bekommen beim Umparken das Ding nicht an. Der Freund wähnt einen Schaden und somit einen Fehlkauf und ist übel drauf. Ich bin übel drauf, weil er übel drauf ist und bleibe am Tablet hängen, das fällt ‚runter und ist jetzt wirklich hinüber. Während das Fahrrad super toll ist und nichts hat, sondern wir einfach im Regen und in der Dunkelheit uns etwas ungeschickt angestellt haben. Am Ende palavern wir noch ein bisschen darüber, warum es immer so stressig ist mit uns zwei… Aber Schwamm drüber.

Danach wird noch etwas aufgeräumt. Jeder von uns bekommt eine kleine Pause und Abendbrot wird gegessen. Nach dem ausgiebigen Mittagsschlaf gehen die Kinder natürlich erst spät ins Bett. Und ich dann auch.

Ach ja: Was passiert wenn man Kleinkinder Zoo-Doku-Sendung sehen lässt? Sie geben ihrer Puppe Spritzen (die Großwild-Dosis übrigens) aus der Ferne – also mit dem Blasrohr.

 

 

Der Herbst ist eine romantische Jahreszeit. Das fand ich schon immer.

Stress lass‘ nach. Spoiler: Tut er nicht. Da kann man noch so viele Bitten an das Universum schicken. Zwei kleine Kinder, davon eines mit Impfreaktion (also Fieber – kein Asperger oder so 😉) und Schnupfen und durchbrechenden Zähnen, sind einfach Stress. Vor allem der Schlafmangel machte mir mal wieder zu schaffen. Die Großeltern anlässlich des dritten Geburtstags der Tochter da. Drei Jahre schon! Unglaublich. Was sie alles kann und weiß und lernt und kombiniert! Es ist total toll das mit anzusehen und zu staunen.

Den Großeltern (beides Fitnessschnitten) habe ich gleich Mal untersagt sie nur über ihr Bewegungstalent zu definieren…das stand einfach bisher entwicklungsbedingt sehr im Vordergrund. Aber wie man gerade gut beobachten kann macht sie in vielen anderen Bereichen große Sprünge. Jetzt kann sie sich länger konzentrieren, Farben recht gut unterscheiden, basteln, malen, Geschichten folgen, schneiden, puzzeln und erste Spiele spielen.

Das alles wurde am Wochenende auch der Oma vorgeführt. Und nachdem wir wiederum nur zu viert waren gab es dann abends doch noch einen ruhigen Moment Indem wir den Fernseher im Wohnzimmer einschalten und den Vorsprung nutzen, den der Kleine braucht um uns ins Kinderzimmer zu folgen. Da liegen wir dann zusammen auf der Matratze und freuen uns über unser Leben und unsere Kinder und necken uns und finden uns toll.

Dann sprechen wir über’s Heiraten und – diesmal Mal ganz unironisch- werde ich gefragt. Und ich sage ganz unironisch „Ja“. Weil ich ihn schon ziemlich liebe. Weil er oft sehr klug ist und Recht hat. Weil ich mit ihm alt sein möchte und viele Marotten haben. Weil alles Streiten, Meckern usw. nur der sichtbare Teil des Eisbergs ist und da drunter sehr viel Liebe. Weil weder er noch ich was dafür kann, dass er etwas langsamer und ich sehr stressanfällig bin.

Natürlich macht man mit 35 kein Getöse mehr um’s Heiraten oder Verloben und es war nie ein Lebensziel für mich. Umso mehr kann ich sagen, dass es dabei nur um uns geht. Wie wir zueinander stehen.

Nächstes Jahr also, ungefähr um die gleiche Zeit, wird eine kleine Barkasse durch Berlin schippern mit 20 Gästen und angeregten Gesprächen über dieses und jenes und wir werden verheiratet sein.

Denn der Herbst ist für mich die romantischste Jahreszeit. Fand ich schon immer.

Getaggt mit , , ,

Fremdbetreuung und so.

To make an long story short:

– Wir werden beide Plätze kündigen

– wir haben noch keinen Kita-Platz für die Große

– bin ich des Wahnsinns? (Der erste Versuch beide zu betreuen, lief ja nicht so gut…)

Nein, ich bin ganz vernünftig. Zwei Kinder morgens zur Tagesmutter zu bringen ist Schwerstarbeit. Mir rinnt der Schweiß herunter, wenn ich bei der Tagesmutter angekommen bin. Viel zu spät natürlich. Der Kleine weint beim Abgeben (und Wiederholen) und das stresst mich.

Die Wohnung ist nach dem morgendlichen Anziehmarathon verwüstet. Einen Großteil der dann zur Verfügung stehenden Zeit nutzen ich zum beseitigen des notwendigsten. Wenn ich danach Fünfe gerade sein lasse, komme ich erst runter, wenn schon wieder Abholzeiten ist.

Der Kleine ist müde, die Tochter muss angetrieben werden, der Hund entweder gar nicht dabei oder hat keine 5 Minuten zum Schnüffeln, Enten oder Gras fressen.

Dann ist es 14:00 Uhr, ich war nur im Zeitdruck  und habe kein Stück gelernt, nur Anweisungen gebellt und das Damoklesschwert neuer Erkrankungen hängt stetig über uns. (Letzte Erkältung hat sich insgesamt 4 Wochen gezogen…bis wir alle damit durch waren 🤔.)

Es ist einfach gerade kein Plus, die Fremdbetreuung. Die Kinder können auch zu Hause gut spielen bzw. kann ich auch noch Spielangebote im Haus der Familie wahrnehmen. Kita-Platz wäre schön, aber gerne auch im Sommer mit weniger Rotznase. Mein Kleiner darf ruhig das ganze nâchste Jahr bei mir verbringen.

Es wäre natürlich schön, wenn es genug Kita-Plätze gäbe, dann könnte ich da lockerer ran gehen. So ist es natürlich ein Risiko….wenn es denn nicht klappt ist guter Rat (Betreuungsplatz) teuer.

Möglicherweise fiebere ich noch.

Gestern noch habe ich meiner Nachbarin, die ab und zu unseren Hund hütet, zugesichert, dass es definitiv keine weiteren Kinder geben wird. Sie interpretiert nämlich meinen Speckbauch gerne mal um. Aber da liegt man dann hier so am Sonntag mit dem kleinen Mann während des Mittagsschläfchens um, der in einer Woche schon 1 Jahr alt sein wird und seufzt….hach. Wenn es bloß nicht dieses Schwangerschafts-Hormonchaos gäbe, die Übelkeit…dann sofort. Aber so sage schweren Herzens „Nein“ und damit es mir ein bisschen leichter fällt räume ich mir insgeheim eine „kurz-vor-knapp“-Option ein. So mit Anfang 40. Das freut den Freund wahrscheinlich. Wegen dem dritten Kind und weil er sich nun keine Vasektomie unterziehen muss.

Kurz und prägnant: Dank „kurz-vor-knapp“ erstmal kein „schnipp-schnapp“.

Rekapitulation von fast allem

Die Kinder sind krank zu Hause schon die ganze Woche. Also kein Fortschritt bei der Eingewöhnung. Aber die Große zu Hause zu haben ist auch einfach schön. Wenn nämlich der kleine Mittagsschlaf macht, können wir einfach Mal in Ruhe zu zweit was machen. Lange Zeit war ich die Tobemama. Aber das hat sich ein wenig geändert. Zum einen durch ihre Entwicklung: Es sind mehr Rollenspiele dazu gekommen und sie interessiert sich jetzt mehr für Bücher.

Zum andere komme ich körperlich an meine Grenzen. Ein Kind (13 oder 11 kg) muss getragen werden oder geschoben werden. Das Marschgepäck (Windelsachen, Spielzeug, Getränke) ist auch mit dabei und oft genug kommt noch ein Einkauf hinzu. Ich sage euch, ich bekomme Plattfüße. Da habe ich mich als Kind immer gewundert, warum meine Mutter so komisch läuft und jetzt wanke ich morgens direkt nach dem Aufstehen genauso durch die Gegend. Aber keine Rückenschmerzen und keine Kopfschmerzen…durch gute Matratze und Medikamentenwechsel. Also will ich mich nicht beklagen, sondern lieber nach Einlegesohlen fragen…

Eigentlich sind die Kinder fast wieder fit und ich schleppe mich mit 38,irgendwas rum. Das ging zwei Tage ganz gut, heute wurde es ein bisschen zäh…somit habe ich mich auf’s Kinderbespaßen und Abfüttern beschränkt. Das ging ganz gut, war aber froh als der Freund um 15:00 wiederkam.  Nebenbei zahnt der Kleine, was seinen Schlafrythmus durcheinander bringt.

Mit zwei Kindern kommt man eigentlich zu gar nichts mehr. Hat man sich mit einem Kind noch eingeschränkt gefühlt, dass man nicht eine Sache zu Ende bringen kann, kann man jetzt oft noch nicht mal etwas anfangen. Oder überhaupt eine to-do-Liste schreiben. Also wabern alle Aufgaben wirr in meinem Kopf und wenn ich den Trockner anwerfen möchte, muss ich erstmal die saubere Wäsche darin auf dem Boden davor werfen. Weil der Wäschekorb die Babywanne ist und die steht noch auf dem Balkon, wo sie zum sommerlichen Baden benutzt wurde, inzwischen aber voller Laub ist. Dies zu ändern ist wieder so eine Aufgabe, die auf eine Liste stehen müsste, um sie zu erinnern, so wie die Einlegesohlen siehe oben.

Das mag sich jetzt nach Beklagen anhören, aber im Grunde nur eine Feststellung. Fast kann ich schon drüber lachen. Is‘ halt so. Dafür bekommt man ja auch was.

Etwas mehr Organisation wäre schon schön. Es stehen nämlich 3 Geburtstage im Oktober an (die der Kinder und meiner). Dann kommt Sankt Martin bzw. Laternenumzug. (Ohne Kindergarten, mal sehen wo wir uns da einklinken können). Dann Advent, Nikolaus und Weihnachten. Bisher habe ich noch keinen großen Aufwand betrieben, aber jetzt wäre es schon schön Weihnachten ein wenig mehr zu gestalten.

Ansonsten habe ich tatsächlich gestern etwas auf Netflix geschaut. Zusammen mit dem Freund auf dem Sofa. Das fällt in die Kategorie Zeichen&Wunder.

Morgen helfe ich meinem Bruder beim Umzug. (Dritter Stock! Och, nö.)

 

 

 

 

 

 

Advertisements
Sew Chicmum Knitz

Stitching, Knitting... One Stitch At A Time

Marie Makes Stuff

I make stuff. I like to talk about making stuff.

jessamy b makes

building a handmade wardrobe and home

su-pyo.com

another scale of happiness

Tricia, Daisy and May too

Where dachshunds garden.

Handmade by Carolyn

Just another WordPress.com site

Knitigating Circumstances

Because knitting is excuse enough

Stuff Jo Has Made

Craft. Cookery. Mostly Sewing.

Thread Carefully

Share our enthusiasm!

The Monthly Stitch

Come sew with us...

HandmadePhD

A lifestyle blog written by a neuroscientist

SewAndrew

here’s what I’m sewing...

crocusallafinestra

creazioni al vento

Kate Eva

• DRESSMAKING, INTERIORS, CRAFTS •

My Wedding Dress Journey

How My Wedding Dress Became My First Sewing Project

MADAME TIFAINE

Sewing, coffee, mistakes, more sewing.